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KI für belastbare Gesundheitsdaten

von | 19.11.2020 | Digitalisierung

Die HWI pharma services GmbH, Rülzheim, hat 2019 gemeinsam mit einem Konsortium von 15 Partnern den Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums gewonnen.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist für die pharmazeutische Industrie ein Dauerthema – vor allem im Hinblick auf Lösungen mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI). Das Projekt von HWI heißt KIKS, die Abkürzung steht für ,Künstliche Intelligenz für klinische Studien‘. Es wird vom BMWi gefördert und soll zukünftig medizinische Daten elektronisch vernetzen und auswerten. Das Ergebnis: ein digitales Ökosystem, von dem Patienten, Kliniken und Medizintechnik- Hersteller gleichermaßen profitieren. Mitte 2022 soll die Medizindaten-Plattform KIKS in Betrieb gehen.

Ziel: gemeinsam nutzbare Datenwolke

Riesige Mengen an Patientendaten liegen zwar in digitaler Form vor, sind aber meist unstrukturiert und statistisch nicht auswertbar, auch Querverbindungen werden nicht hergestellt. Außerdem liegen sie oft auf unterschiedlichen Plattformen ohne Verbindung. Eine gemeinsame Cloud-Lösung kann helfen, die Sicherheit von Arzneimitteln zu erhöhen und die Bewertung Wechselwirkungen zu erleichtern. Zweiter Anwendungsbereich für ein digitales medizinisches Ökosystem sind Medizinprodukte wie Hüftprothesen oder Herzklappen, für die ab Mai 2020 noch höhere Sicherheitsstandards erfüllt werden müssen, was kostenaufwendig ist.

Als Dienstleister für die pharmazeutische Industrie sieht HWI seit Langem die Chancen, die die automatisierte Auswertung und Verknüpfung medizinischer Daten bergen. „Bisher ist die Digitalisierung in unserer Branche eher stiefmütterlich betrieben worden“, so Philipp Wissel, wissenschaftlicher Projektmanager bei HWI pharma services. „Für uns als mittelständischer Dienstleister ist das Thema seit Jahren relevant und deshalb sind wir stolz darauf, Teil von KIKS zu sein.“ Über das Projekt hinaus treibt HWI die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voran, um Kunden digitale Dienstleistungen anbieten zu können, etwa bei der Entwicklung von Arzneimitteln.

Unterschiedliche Disziplinen arbeiten zusammen

Digitalisierung müsse immer im Kontext eines digitalen Ökosystems gesehen werden, ergänzt die externe Projektberaterin bei HWI, Renate Radon. „Mehrere Disziplinen arbeiten bei KIKS zusammen und schauen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf einen Datenpool.“ Als Vorteil sieht sie außerdem, dass am KI-Projekt mittelständische Unternehmen mit ganz speziellen Expertisen sowie Kliniken beteiligt sind und man dadurch auf ein breites Kompetenzspektrum bauen kann.

Anfang des Jahres wurden zunächst vier interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen gebildet: Software-Architektur und -entwicklung, Datenmodelle, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Marktvorbereitung. „Dadurch ist KIKS ein echtes digitales Ökosystem, das wirtschaftsnah, vielseitig und produktiv ist“, so Radon.

 

Foto: HWI pharma services

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Marion Raschka
Marion Raschka

IHK Pfalz

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

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