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Künstliche Intelligenz – gut oder böse?

von | 19.11.2020 | Digitalisierung

Künstliche Intelligenz (KI) ist oft im Spiel, wenn es um Schadsoftware geht, und zwar einerseits bei der Automatisierung und Personalisierung von Cyberangriffen und auf der anderen Seite bei deren Abwehr beziehungsweise zur Identifizierung von Schadsoftware oder Anomalien in Datenströmen. KI kommt aber auch in modernen Authentifizierungs-verfahren zum Einsatz, etwa bei der Gesichts- oder Spracherkennung.

„Phishing-Mails werden immer besser und schwerer zu entdecken“, sagt Keran Sivalingam, KI-Trainer beim Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern (siehe dazu auch Seite 17). Seine wichtigste Aufgabe ist es, kleine und mittlere Unternehmen über die Nutzungsmöglichkeiten von KI zu informieren und für die diversen Problematiken zu sensibilisieren. Dazu lädt das Kompetenzzentrum Pfälzer Unternehmen – oft in Zusammenarbeit mit der IHK, aber auch mit Wirtschaftsförderungen, Handwerkskammern und weiteren Multiplikatoren – zu Vorträgen und Schulungen über aktuelle Themen ein.

Identitätsdiebstahl ist ein großes Problem, von dem die meisten schon gehört haben dürften: Die Schad-software gibt sich zum Beispiel für den abwesenden Chef aus und bestellt als vertrauter Absender teure Produkte bei einem Lieferanten, die dann niemals im Unternehmen Möglich wird dies dadurch, dass sensible Daten von Cyberkriminellen ausgelesen werden – sehr oft, indem die Sorglosigkeit von Mitarbeitern ausgenutzt wird, die ein harmlos wirkendes Bild anklicken oder auf einer gehackten Internetseite landen. Ganz perfide: Bot-Netzwerke kapern fremde Rechner und nutzen sie, um andere anzugreifen. Dass der eigene Rechner betroffen er unerklärlich langsam wird oder man Mails von der eigenen Adresse mit eigenartigem Inhalt erhält. Auch DDoS-Attacken sind mit KI nochmal deutlich gefährlicher geworden. Besonders für produzierende Unternehmen, die in der Produktion zum Beispiel Cloud-Server nutzen, können diese Angriffe existenzbedrohend sein. Sivalingam empfiehlt, sich mit dem Hersteller der jeweiligen Produktionsanlage über geeignete Schutzmaßnahmen auszutauschen.

 

Foto: Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern / A. Sell

Fotos: Jason Hawkes, IHK Pfalz, Copyright Buddy Bartelsen Impress Picture for British Embassy

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Kira Hinderfeld
Kira Hinderfeld

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

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