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Ausbilung Meister Auszubildende

Master oder Meister?

von | 11.11.2021 | IHK

Junge Leute stehen irgendwann vor der Entscheidung, wie es weitergeht, wenn sie mit der Schule fertig sind. Und damit vor einigen grundlegenden Fragen. Soll ich an einer Schule weiterlernen, eine Ausbildung machen oder studieren? Und was ist eigentlich „besser“: der Meister oder der Master?

Vorausgeschickt: Besser oder schlechter gibt es hier nicht. Der Unterschied ist auch gar nicht so groß. Wichtig ist schließlich, was man kann, und nicht, wo man es gelernt hat – Schule, Betrieb oder was auch immer. Auch mit einer guten Ausbildung hat man hervorragende Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten – und mit einem Uniabschluss nicht automatisch auch einen interessanten Job oder einen sicheren Arbeitsplatz.

Die Gleichwertigkeit von allgemeiner, beruflicher und hochschulischer Bildung verdeutlicht der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR). Auf seinen acht Kompetenzniveaus werden Kompetenzen und Qualifikationen anstelle von Bildungsabschlüssen verglichen.

Die acht DQR-Niveaus:

 

  • Berufsausbildungsvorbereitung
  • Einstiegsqualifizierung
  • 2-jähriger Berufsabschluss
  • 3- und 3 ½-jähriger Berufsabschluss
  • Berufsspezialist: z.B. Geprüfter Servicetechniker
  • Bachelor Professional: z.B. Meister, Fachwirt
  • Master Professional: z.B. Geprüfter Betriebswirt
  • Promotion

Für jedes Niveau müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein. Für Absolventen der beruflichen Bildung in Deutschland gilt: Ausbildungsabschlüsse mit zweijähriger Ausbildungszeit sind dem DQR-Niveau 3 zugeordnet, Ausbildungsabschlüsse mit dreijähriger und dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit dem Niveau 4.

Der Meister, der Fachwirt oder der Fachkaufmann entsprechen dem Niveau 6 ebenso wie der Bachelor und können sich „Bachelor Professional“ nennen.

In Niveau 7 werden die Master von den Hochschulen ebenso erfasst wie die Master Professionals – das sind Absolventen staatlich anerkannter Fortbildungsgänge wie z. B. Geprüfte Strategische Profes­sionals (IT), Geprüfte Betriebswirte, Geprüfte Technische Betriebswirte.

Das besagen die Anforderungen je nach Niveau:

  • In welchem Grad sind die Absolvierenden in der Lage, mit Komplexität und unvorhersehbaren Veränderungen umzugehen?
  • Mit welchem Grad von Selbstständigkeit können sie in einem beruflichen Tätigkeitsfeld oder in einem wissenschaftlichen Fach agieren?

Die zwei Kompetenzkategorien:

  • Fachkompetenz:
    • Wissen
    • Fertigkeiten
  • Personale Kompetenz:
    • Sozialkompetenz
    • Selbstständigkeit

Bei der Kompetenz im DQR geht es nicht um isolierte Kenntnisse und Fertigkeiten, sondern um die Fähigkeit und Bereitschaft zu fachlich fundiertem und verantwortlichem Handeln.

 

Weitere Informationen:

 

Das Stufenmodell als PDF:
ihkpfalz-interaktiv.de/stufenmodell

Weitere Infos zu DQR auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:
www.dqr.de

Weitere Infos auf der IHK-Pfalz-Website:
pfalz.ihk24.de/ausbildung

 

DQR: Anerkennung ist eine tolle Sache

 

Foto: AdobeStock_309855404 / auremar

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Kira Hinderfeld
Kira Hinderfeld

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

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