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Titelthema Bauen

Nachhaltig bauen

von | 31.05.2021 | Umwelt

„Zeige mir, wie Du baust, und ich sage Dir, wer Du bist.“ Das Zitat des Dichters Christian Morgenstern gilt heute mehr als je zuvor. Der ökologische Fußabdruck der Baubranche ist riesig, die Bauwirtschaft verbraucht etwa 30 bis 40 Prozent der globalen Ressourcen und viele Rohstoffe. Nachhaltigkeit beim Bauen heißt also das Gebot der Stunde.

Nachhaltiges Bauen zeichnet sich durch seine hohe ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Qualität aus. Diese drei Hauptsäulen der Nachhaltigkeit werden nicht isoliert, sondern in einem Gesamtzusammenhang betrachtet. Um objektive Aussagen über die nachhaltige Qualität eines Gebäudes machen zu können, ist die gesamte Lebensdauer eines Bauwerks wichtig.

Ökonomisch interessant: Nachhaltige Gebäude sind werthaltiger bei geringeren Betriebs- und Unterhaltskosten. So weisen Untersuchungen darauf hin, dass sich mit nachhaltigen Bauwerken Leerstandsrisiken minimieren und Mieterträge erhöhen lassen.

Pfälzer Bau- und Baustoffunternehmen, Bauverbände und Initiativen wie die des Landeswirtschaftsministeriums – „Bündnis Kreislaufwirtschaft auf dem Bau“ – greifen Ideen und Erfahrungen zum ressourcenschonenden Bauen auf; mehrere Pilotprojekte sind seit 2009 zum Beispiel in Ludwigshafen entstanden.

 

 

„Das Thema tritt im Rahmen der Klima- und Umweltdiskussionen momentan ins Rampenlicht, vor allem auch weil die Bauwirtschaft brummt. Zudem sind die Energiepreise im internationalen Vergleich hoch“, beobachtet Marius Melzer, Referent der IHK Pfalz, in seiner Beratungspraxis. Ein wichtiger Faktor nachhaltigen Bauen.

Energieeffizienz bereits vielerorts Realität

In Sachen Energieeffizienz von Gebäuden beschäftige man sich schon seit langem mit dem Thema Nachhaltigkeit, betont IHKPfalz-Umweltexpertin Kathrin Mikalauskas. Das belegen unter anderem viele Förderprogramme im Bereich Energiesparen. „Im Betrieb müssen Gebäude ressourcenschonend betrieben werden können. Denn Energiekosten sind konkret kalkulierbar und fallen über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude an.”

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fasse die aktuellen rechtlichen Vorgaben zusammen. „Vor allem die ehrgeizige Vorgabe, bis 2050 80 Prozent Primärenergie einzusparen, wird hier in den kommenden Jahren weiter positive Entwicklungen anstoßen.“

 

Weitere Informationen:

Zertifizierungssystem: www.dgnbsystem.de

Informationsportal BMI: www.nachhaltigesbauen.de

Bewertungssystem:www.bnb-nachhaltigesbauen.de

Video zum nachhaltigen Bauen: https://www.nachhaltigesbauen.de/dateien/bilder/video/210209_SNAP_SD_360p.mp4

Förderprogramme für Nachhaltiges Bauen: www.ressourcedeutschland.de

www.bauforum.rlp.de

 

Foto: stock.adobe.com – larshallstrom

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Marion Raschka
Marion Raschka

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

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