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Vom Chemcycling zur Kreislaufwirtschaft

von | 18.11.2020 | Umwelt

Bis 2030 will BASF CO2-neutral und nachhaltig wachsen. Dafür werden Innovationspotenziale in allen Bereichen untersucht.

Die mittelfristigen Unternehmensziele der BASF für Cleantech lauten: Bis 2025 will man den Umsatz mit Accelerator Produkten, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette leisten, auf 22 Milliarden Euro steigern, bis 2030 CO2-neutral wachsen. Außerdem will BASF Nachhaltigkeit im Einkauf fördern sowie bestehende Nachhaltig-keitsziele zu Sicherheit und Wasser fortführen.

Der Wandel reicht zurück bis ins Jahr 1994: Nachhaltigkeit wurde damals Teil der Strategie bei BASF. Heute denkt das Unternehmen konkret darüber nach, das Herzstück der Chemie, die energieintensiven Steamcracker, künftig mit Ökostrom statt mit Erdgas zu betreiben. Steamcracker benötigen eine Temperatur von 850 Grad, um Rohbenzin zur Weiterverarbeitung aufzuspalten. Könnte diese Energie mit regenerativem Strom eingebracht werden, wäre eine Reduzierung der CO2-Emissionen von bis zu 90 Prozent möglich. In den kommenden fünf Jahren soll deshalb in Ludwigshafen das weltweit erste elektrische Beheizungskonzept für Steamcracker entwickelt werden.

Auch für die Nutzung von CO2 als chemischen Rohstoff verfolgt BASF einen neuen Ansatz: die Herstellung von Natrium-Acrylat aus Ethen und CO2. Natrium-Acrylat ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Superabsorber, die in Windeln und anderen Hygieneprodukten Anwendung finden. Inzwischen haben Experten den Prozess in Richtung einer industriellen Nutzung weiterentwickelt und in einer Miniplant-Anlage im Labormaßstab die erfolgreiche Umsetzung demonstriert.

Angesichts des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung spielt die Kreislaufwirtschaft im Nahrungs- und Nährstoffkreislauf eine große Rolle. Mit dem kompostierbaren Kunststoff ecovio bietet die BASF ein Material, das sowohl für Rohware wie auch für fertige Produkte eingesetzt werden kann. Studien belegen seine Vorteile für Produktion, Verpackung und Transport sowie die Abfallsammlung von Lebensmitteln – basierend auf der zertifizierten Bioabbaubarkeit des Materials.

Am Ende aller Überlegungen in Richtung Cleantech steht die Idee von einer vollständigen Kreislaufwirtschaft. (siehe Beitrag „Kreislaufwirtschaft“)

 

Foto: BASF

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Marion Raschka
Marion Raschka

IHK Pfalz

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

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