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Vom Mieter zum Bauherren

von | 27.04.2022 | Arbeitswelten

Im Januar wurde der Grundstein gelegt, Ende Oktober sollen bereits die ersten Büros im Mailänder Business Center (MBC) bezogen werden. Das ehrgeizige Projekt hat der Kaiserslauterer Unternehmer Christian Kehrt initiiert. Gut zwei Drittel der Flächen in dem fünfstöckigen Bürokomplex sind bereits vermietet. Insgesamt stehen in dem Gebäude im Lauterer PRE-Park mit direktem Autobahnanschluss 2.200 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.

Schon seit längerem drohen die Räumlichkeiten am alten Standort in der Europaallee aus allen Nähten zu platzen. Warum also nicht kurzerhand einfach selbst neue Büros bauen, dachte sich Kehrt, Inhaber der QFU GmbH. Das Beratungsunternehmen hat sich 1998 gegründet und berät Unternehmen bei der Auditierung und Zertifizierungsvorbereitung in den Bereichen Integrierte Managementsysteme und Geschäftsprozessmanagement. Außerdem werden Unternehmen in den Bereichen Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung beraten.
QFU steht dabei für eine individuelle und pragmatische Herangehensweise. Zwar zählen zu den Kunden auch international agierende Konzerne, aber speziell im regionalen KMU-Bereich wird die Beratung und Unterstützung durch qualifizierte Mitarbeiter von QFU stark nachgefragt. Nach dem Umzug in die Mailänder Straße soll das Personal von neun auf elf Personen aufgestockt werden.
Büros im Mailänder Business Center (MBC)

Insgesamt bietet der neue Bürokomplex Platz für 65 Mitarbeiter. So wird das Bauunternehmen Goldbeck (Bielefeld), das den Bau plant und baut, einen eigenen Standort mit 20 Mitarbeitern aufbauen. Einziehen sollen außerdem das Trainings- und Schulungszentrum der Bosch Thermotechnik sowie die Firma Rubix GmbH. Aktuell stehen noch Mieteinheiten in der Größe von 180 bis 440 Quadratmeter zur Verfügung. Das Energieeffizienz-Gebäude vefügt über 43 Pkw-Stellplätze und mindestens fünf Elektroladesäulen.

Grundsteinlegung am Neubauprojekt der MBC

Christian Kehrt, Inhaber des Beratungsunternehmens QFU Gesellschaft für Managementsysteme mbH

Der PRE-Park, auf einem 68 Hektar großen Gelände im Osten Kaiserslauterns gelegen, wird seit 1998 als moderner Dienstleistungs-, Gewerbe-, Einkaufs- und Freizeitbereich entwickelt. Kehrts Neubau schließt eine der wenigen noch offenen Baulücken. Die Bedeutung des Areals, das früher eine französische Kaserne beheimatet hat, wird vor allem durch die Ansiedlung von Betrieben aus  der Informations- und Kommunikationstechnologie sichtbar. Insgesamt haben rund 75 Firmen mittlerweile dort einen attraktiven Standort gefunden. Durch die Clusterbildung hochwertiger, innovativer Unternehmen sind heute vielfältige Synergieeffekte spürbar.

http://www.qfu-gmbh.de

Foto: Martin Goldhahn / view  und Firmenfotos

Drei Fragen an Christian Kehrt

In Kaiserslautern fehlt es bekanntlich an Bürofläche. War das der Grund für Sie, einen eigenen Bürokomplex bauen zu wollen?

„Es war absehbar, dass unser Unternehmen wachsen wird und eine räumliche Veränderung benötigt. Das war der Hauptgrund für meine Bauentscheidung. Warum dann nicht gleich weitere vermietbare Flächen schaffen? Mit dem Grundstück in der Mailänder Straße wurde mir seitens der PRE Gesellschaft eine Fläche in sehr exponierter Lage angeboten. Diese bietet nicht nur unserem Unternehmen, sondern auch den Mietern eine exzellente Infrastruktur und Sichtbarkeit.

Ich wurde bei meinem Vorhaben von der Wirtschaftsförderung hinsichtlich Fördermitteln und Finanzierung beraten und unterstützt. Das Baugenehmigungsverfahren wurde von Seiten der Stadtverwaltung, des Bauamts und den erforderlichen Stellen sehr zügig bearbeitet und die Unterstützung ermöglichte ein unkompliziertes Verfahren.“

 

Unternehmer Christian Kehrt

Christian Kehrt, Inhaber des Beratungsunternehmens QFU Gesellschaft für Managementsysteme mbH

Was macht den Charme des PRE-Parks aus Ihrer Sicht aus?

„Der Wirtschaftsstandort Kaiserslautern, insbesondere der PRE Park als Technologiepark, hat für uns viele Vorteile. Relevant für die Wahl des Standortes waren unter anderem die gute Lage mit hervorragender Autobahn- und Buslinienanbindung, die Infrastruktur und die Sichtbarkeit. Der PRE Park ist ein Ort in Kaiserslautern, der wie kein anderer hier für Wachstum und Zukunftsfähigkeit steht. Das alles ist sehr passend für unser Bauvorhaben. Das Mailänder Business Center möchte zum einen von diesem Standort profitieren und zum anderen aber auch zu dieser positiven Entwicklung beitragen.“

Hatten Sie keine Sorge, in Zeiten wie diesen einen Millionenbetrag zu investieren?

„Ich glaube, die vergangenen beiden Jahre waren für uns alle nicht leicht, und auf die persönlichen wie wirtschaftlichen Strapazen hätten wir gerne verzichtet. Trotz oder gerade wegen der Erfahrungen der letzten Jahre bin ich von solchen Investitionsvorhaben überzeugt. Es muss ja weiter gehen und Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Von daher ist dieses Vorhaben auch für mein Beratungsunternehmen ein wichtiger Baustein für die Zukunft.

Gerade im Corona-Jahr 2020 kamen die Kontakte zu den Mietern zustande, mit denen und zusammen bereits jetzt 70 Prozent der Flächen vermietet sind. Auch das hat mir gezeigt, dass die Nachfrage für solche Büroflächen in Kaiserslautern gegeben ist und dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich bin sicher, dass sich für die restlichen freien Flächen ebenfalls interessante Mieter finden werden. Daher schaue ich zuversichtlich in die Zukunft.“

 

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Dirk Leibfried
Dirk Leibfried

Freier Wirtschafts-Journalist für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

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