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Gastkommentar

Warum ist es so wichtig, aus Fehlern zu lernen?

von | 18.08.2022 | Meinung

Wie verhalten Sie sich, wenn Mitarbeiter in Ihrem Team Fehler machen? Reagieren Sie eher ungehalten oder setzen Sie sich zusammen und pflegen eine optimale Fehlerkultur?
In der Schule lernen wir, Fehler zu vermeiden. Dabei sind Fehler wichtig, denn aus Fehlern kann man viel lernen. Wenn Kinder laufen lernen, fallen sie hin und stehen wieder auf. So können sie aus Fehlern lernen, entwickeln eine Frustrationsgrenze und finden selbständig Lösungen, wie es besser geht.

Sie lernen mit viel Spaß und absolutem Elan laufen – und zwar ganz alleine durch ihre Erfahrungen. Sie lernen es nicht, weil die Erwachsenen sie festhalten, wieder aufheben oder ihnen sagen, dass sie langsamer laufen sollen. Sie lernen es durch Ausprobieren. Dieser Vorgang des Ausprobierens, wieder Aufstehens und von vorne Versuchens ist angeboren. Kinder kommen mit dem angeborenen Drang zur Welt, lernen zu wollen, und das mit einem Elan, der uns Erwachsene als Vorbild dienen sollte.

Fehler haben einen Sinn. Sie zeigen uns, dass wir Dinge überdenken und noch einmal nacharbeiten sollten, und sie ermöglichen uns das Lernen. Ein Ausprobieren ist für Innovation und Fortschritt unabdingbar.

Aus Fehlern lernt man, denn wir versuchen, neue Lösungswege zu entwickeln und Lernfortschritte zu vollziehen. Fehler können also durchaus motivierend wirken, für Führungskräfte ebenso wie für die Mitarbeiter. Voraussetzung ist allerdings, dass Fehler achtsam und aufbauend zurückgemeldet werden.

Die Biographien bekannter Persönlichkeiten machen deutlich, dass sie alle eines verbindet: die Motivation und die Leidenschaft, es nach einem Fehlschlag noch einmal zu versuchen. Walt Disney zum Beispiel ging in den 20er-Jahren mit seinem Unternehmen Laugh-O-Gram in Konkurs – kurz darauf gelang ihm dann der Durchbruch! Daher lohnt es sich, neben Erfolgen auch die Momente zu teilen, die schwierig und von Rückschlägen geprägt waren. Eine Studie der Harvard Business School hat sogar gezeigt, dass es am Arbeitsplatz die Zugehörigkeit und die Motivation im Team verbessern kann, wenn man offen und ehrlich über eigene Fehler spricht.

Wer auch über Momente der Angst und Verzweiflung spricht, der ermöglicht seinem Gegenüber, empathisch zu sein und macht nachvollziehbar, wie es ist, zu scheitern. Und wie Henry Ford zu sagen pflegte: „Scheitern ist einfach nur eine Möglichkeit, es noch einmal zu versuchen.”

 

Grafik: stock.adobe.com – Nuthawut

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Martina Bohnenstiel

Martina Bohnenstiel

Senior Executive bei der Munich Leadership Group

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