IHK INTERAKTIV

Mehr Ergebnisse

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
ScaleArt

Zündende Idee? Dann hilft die IHK beim Gründen! (TEIL 1)

von | 21.07.2023 | Existenzgründung

Eine gute Idee alleine reicht für den Erfolg noch nicht aus. Sich nach der Initialzündung Hals über Kopf ins Unternehmertum zu stürzen, ist ein Spiel mit dem Feuer. Also lieber schon vor der eigentlichen Gründung mit der IHK Pfalz sprechen. Denn die leistet neben der praktischen Gründungsförderung auch eine rechtliche Erstberatung.

Dann müssen Gründungswillige immer noch äußerst flexibel und zu intensivem Arbeitseinsatz bereit sein. Doch andere Hürden müssen sie nicht alleine nehmen. Mit der passenden rechtlichen Beratung steigt auch die Chance, statistisch gesehen das eine von zehn Start-up Unternehmen zu sein, das dauerhaft erfolgreich ist. Und so folgt auf den ersten Höhenflug hoffentlich eine sanfte Landung.

Bürokratie gehört seit Jahren zu den am häufigsten genannten Hemmnissen bei Unternehmensgründungen. Auch 2022 berichtet fast jeder zweite Gründende (45 Prozent) im KfW-Gründungsmonitor 2023 von bürokratischen Hürden und Verzögerungen – das ist mit Abstand die häufigste Nennung und auch im langjährigen Vergleich ein hoher Wert.
Quelle: KfW-Gründungsmonitor

Umso wichtiger ist die Frage: Was müssen Gründende rechtlich wissen, beachten und vorbereiten, um sich erfolgreich am Markt zu etablieren? Die Rechtsthemen, die für Gründungen relevant sind, reichen von Gesellschafts- und Gewerberecht über Vertragsrecht und Wettbewerbsrecht bis hin zum Arbeitsrecht, sobald Beschäftigte ins Spiel kommen. Die IHK Pfalz leistet Gründungswilligen Beratung zur ersten juristischen Einordnung. Allerdings: „Zur Klärung von konkreten Vorhaben – etwa beim Verfassen des Gesellschaftsvertrages – empfehlen wir eine juristische Beratung durch einen Anwalt oder Notar“, so Jeannette Ludwicki, Referentin für Gesellschafts- und Handwerksrecht bei der IHK Pfalz, „um eine umfassende rechtliche Basis zu gewährleisten.“

Wahl der Rechtsform
Ist das Produkt oder die Dienstleistung für das eigene Start-up festgelegt, müssen sich Gründer im nächsten Schritt Gedanken darüber machen, in welcher Rechtsform das Unternehmen gegründet werden soll. Vor- und Nachteile verschiedener Rechtsformen sollte der Gründer sorgfältig abwägen, denn die Rechtsform eines Unternehmens nimmt unter anderem Einfluss auf:
  • Haftung
  • Steuern
  • Leitung des Unternehmens
  • Kapitalbeschaffung
  • Flexibilität
  • Mitbestimmung
Vielfach können Gründende aber nicht einschätzen, welche Rechtsform für das eigene Unternehmen die richtige ist, jede hat Stärken und Schwächen. „Oft haben sich Gründungswillige nicht in der Tiefe mit dieser Frage auseinandergesetzt. Daher geben wir einen Überblick über die Merkmale der einzelnen Rechtsformen“, so die IHK-Rechtsexpertin. „Denn die Wahl der richtigen Rechtsform will gut überlegt sein. Sie entscheidet zum Beispiel über das Verhältnis der Gründer untereinander, über Machtverhältnisse, über Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung und die Möglichkeit und die Folgen zukünftiger Änderungen der Gesellschaftsstruktur.“ Auch Fragen von Leitungs- und Vertretungsbefugnissen, steuerlichen Vorteilen, Gewinn- und Verlustbeteiligung und der Kontrolle über Unternehmensziele und Besitzverhältnisse sind maßgeblich von der Wahl der Rechtsform abhängig.

UM

31.486

auf 673.463 sind die Existenzgründungen im Jahr 2022 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Damit liegt die Zahl noch knapp über dem Vor-Corona-Niveau.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Die Frage, welche Rechtsform die richtige für den konkreten Gründungsfall ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Ludwicki: „Entscheidende Beurteilungsfaktoren sind die Idee und geplante Umsetzung der Unternehmung, das Verhältnis der Gründer untereinander, die Kapitalausstattung und die Bereitschaft der Gründer, persönliche Risiken einzugehen.“ Grundsätzlich unterscheidet der Gesetzgeber zwei Formen:

  • In Personengesellschaften (OHG, KG) haften die Gesellschafter grundsätzlich auch mit ihrem Privatvermögen für Verbindlichkeiten der Gesellschaft.
  • In Kapitalgesellschaften (GmbH, UG haftungsbeschränkt) ist die Kapitalgesellschaft – und nicht die Gesellschafter – Inhaber von Rechten und Pflichten. Die Haftung begrenzt sich in der Regel auf das eingebrachte Kapital. Dies klingt im ersten Moment vorteilhaft, bedeutet aber gleichzeitig auch, dass dieses Kapital vorhanden sein muss.

Die Wahl der passenden Rechtsform ist eine entscheidende Grundlage für den Bestand des Unternehmens. Eine Besonderheit ist die Abgrenzung zwischen Kleingewerbe und Handelsgewerbe. Ein Handelsgewerbe muss – ab einer bestimmten Betriebsgröße – ins Handelsregister eingetragen werden und wird je nach Erfordernis als e.K., UG (haftungsbeschränkt), GmbH, KG oder AG gegründet. Kleingewerbliche Unternehmen können sich freiwillig in das Handelsregister eintragen lassen und werden dann wie Vollkaufleute behandelt.

Lesen Sie hier den zweiten Teil über Zündende Idee? Dann hilft die IHK beim Gründen!

Zündende Idee? Dann hilft die IHK beim Gründen! (TEIL 2)

Themen

Schlagwörter

Teilen

Von

Marion Raschka
Marion Raschka

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

INFOS

Alle Infos zum Thema Rechtsformen:
www.ihk.de/pfalz
Nummer 3874616

Die IHK Pfalz berät neben
den rechtlichen Aspekten
auch zu allen wirtschaftlichen
Themen einer Unternehmensgründung.
www.ihk.de/pfalz
Nummer 344

Gemeinsam mit den
HWKs betreiben die IHKs
in Rheinland-Pfalz seit
mehr als 20 Jahren
31 Starterzentren.
www.starterzentrum-rlp.de/
www.ihk.de/pfalz
Nummer 523

Mehr von IHK Interaktiv

Verwandte Beiträge

Die neuesten Beiträge

Aus Allen Themenbereichen

GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner