IHK INTERAKTIV
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
ihk_webbilder_zweibrücken

Zweibrücken: Tendenziell positiv

von | 12.07.2022 | IHK

Leicht verbessert gegenüber 2018 hat sich die Standorteinschätzung für die Rosenstadt Zweibrücken: Gesamtnote 2,8. Das Mittelzentrum im Südwesten ist geliebte Heimat, Wirtschaftskraft und Dynamik sind wenig ausgeprägt.
Die gute Nachricht: Zweibrücken als Wirtschaftsstandort konnte den Abwärtstrend der vergangenen Jahre stoppen. Man lebt gut und gerne in der Stadt und fühlt sich hier vor allem zu Hause. Die Stadt punktet mit Faktoren, die zur Lebensqualität beitragen.„Man schätzt besonders den Pfälzerwald vor der Tür sowie die vielfältigen Freizeitangebote“, fasst Nicole Rabold, Leiterin Infrastruktur und Digitale Wirtschaft der IHK Pfalz, zusammen. Bezahlbarer Wohnraum ist verfügbar, die Nahversorgung stimmt, das Schulangebot und die Möglichkeiten der Kinderbetreuung schneiden mit guten Werten ab.
ÖPNV muss sich verbessern
Trotz der Randlage ist Zweibrücken dank des guten Fernstraßennetzes nicht abgehängt: Es verbindet den Standort mit der Außenwelt und sichert die Erreichbarkeit von Kunden und Zulieferern. „Vermisst werden jedoch weiterhin ein attraktives ÖPNV-Angebot und die Anbindung an den Schienenfernverkehr, der für die Unternehmen keine zufriedenstellende Alternative darstellt“, so Rabold. „Gerade, wenn man in Richtung Verkehrswende denkt, fehlen komfortable Angebote im öffentlichen Nahverkehr, auch wenn das in ländlichen Strukturen schwierig umsetzbar ist.“ Und auch in Zweibrücken: Die befragten Unternehmen kritisieren mit einer Bewertung von 4,0 die fehlende Baustellenkoordination und fordern Nachbesserung.
Digital noch Handlungsbedarf
Als bedeutend bewerten die Unternehmen den Standortfaktor Qualität der digitalen Infrastruktur. Die Zufriedenheit mit Breitband und Mobilfunk wird mit 3,2 benotet – ein Wert, der zwar im Schnitt der kreisfreien Städte der Pfalz liegt, aber Verbesserungsbedarf aufzeigt. Rabold: „Die digitale Anbindung muss im Jahr 2022 ganz einfach funktionieren, sowohl in Ballungsgebieten als auch im ländlichen Raum.“
Offenes Ohr wird vermisst
Verwaltung und Wirtschaftsförderung schneiden mit Gesamtwerten von 3,6 und 3,3 weiterhin leicht unterdurchschnittlich ab. Schon 2018 wurde die Arbeit der Verwaltung als schwach eingeschätzt. Die Unternehmen wünschen sich vor allem nachvollziehbarere und verlässlichere Entscheidungen, schnellere Bearbeitung von Anträgen und ein Online-Angebot. Viele Stimmen aus der Wirtschaft wünschen sich hierfür einen echten Aufbruch und ein Verlassen der Komfortzone.

Lesen Sie hier die Ergebnisse aller Städte der IHK Standortanalyse 2022:

 

Standortanalyse 2022: Pfälzische Stärken und Schwächen

Themen

Schlagwörter

Teilen

Von

Marion Raschka
Marion Raschka

Freie Wirtschafts-Journalistin für IHK Interaktiv und das Wirtschaftsmagazin Pfalz.

Diskutieren Sie mit

Die Neuesten Kommentare

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mehr von IHK Interaktiv

Verwandte Beiträge

Die neuesten Beiträge

Aus Allen Themenbereichen

Die Party ist vorbei…
Die Party ist vorbei…

In seinem Gastbeitrag zeigt sich Fritz Lietsch, Geschäftsführer des ALTOP Verlags, erfreut, dass aktuell die sinnlose Verschwendung von Ressourcen, Steuergeldern, Energie, Lebenszeit und falsch verstandenem Wohlstand endlich ins Kreuzfeuer gerät.